Fluke 1660er Serie FAQ

Vielseitig einsetzbare Multifunktions-Installationstester

 

Sicherheit und Betriebseigenschaften sind bei jedem elektrischen System zwei der wichtigsten Anforderungen. Eine hochwertige Isolierung, ein ordnungsgemäß funktionierendes Erdungssystem und aktive Schutzmaßnahmen gewährleisten die Sicherheit von Personen, elektrischen Systemen und Gebäuden, und schützen diese vor elektrischen Schlägen, Feuer und anderen Geräteschäden.

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Kann ich die Firmware-Version meines Fluke 166x Installationstesters sehen und kann ich die Firmware aktualisieren?

Installationstester arbeiten mit einer internen Software, die als Firmware bezeichnet wird. Aufgrund der Konstruktion des Testers verfügt er über mehrere Leiterplatten.
Zwei dieser Platinen enthalten programmierbare Prozessoren. Sie haben also zwei Firmware-Versionen für das Prüfgerät.

Im Falle der 166x-Serie ist die letzte Version zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels (17-06-2021) 1.09 (angezeigt im oberen Displaybereich) und 1.08 (angezeigt im unteren Teil des Displays).
Wie kann man die Firmware-Versionen anzeigen?

Tester ist ausgeschaltet, drücken und halten Sie die F1-Taste.
Schalten Sie den Tester ein und halten Sie die F1-Taste für 2 Sekunden gedrückt.
Lassen Sie die F1-Taste los und die Firmware-Versionen werden kurz auf dem Bildschirm angezeigt. Falls nötig, wiederholen Sie den Vorgang, um beide Nummern zu überprüfen.

Die Aktualisierung der Firmware kann nicht vor Ort durchgeführt werden, da spezielle Werkzeuge für die Programmierung der Firmware erforderlich sind.
Wenden Sie sich bitte an die örtliche Service-Abteilung oder den Service-Partner, um zu erfahren, wie Sie Ihr Prüfgerät aktualisieren können.

Wo finde ich die Erklärungen für die Fehlercodes für die Fluke Installationstester 1660 Serie?

Auf der Fluke Homepage können Sie das Handbuch herunterladen.
Hier finden Sie auf den Seiten 18 und 19  den Hinweis auf die Fehlercodes.

Bei der RCD Prüfung erscheint nach der Messung neben der Auslösezeit noch die Anzeige "UF" mit meist 1-2 Volt, woher kommt diese Spannung und wie wird diese gemessen?

Dies ist die Fehlerspannung die im Fehlerfall vom Schutzleiter gegen die Bezugserde auftreten kann, manchmal wird diese auch Berührungsspannung genannt.

Wichtig ist dieser Wert nur zur Beurteilung der Abschaltbedingungen bei einem TT-System.
Laut DIN VDE 0100-410 ist bei der Schutzmaßnahme RCD in TT-Systemen die Fehlerspannung bei der Auslösung des RCD zu messen.
Die Fehlerspannung errechnet sich aus dem Produkt Erdungswiderstand und Bemessungsdifferenzstrom des RCD, der Grenzwert ist 50V.
Die Messung erfolgt als Differenz zwischen unbelasteter Netzspannung und Netzspannung bei der Belastung mit Bemessungsdifferenzstrom.

In einem TN-System ist dieser Wert nicht aussagefähig und muss nicht überprüft werden, aber zu hohe Werte können aber als Anzeige eines schlechten oder fehlenden Schutzleiters interpretiert werden.
In einem funktionierenden TN-System beträgt der der Erdungswiderstand ca. 1-2 Ohm, somit sollte für UF ein Messwert von einigen Volt angezeigt werden, dieser Wert sollte unter ca. 5V bleiben.

Was bringt die Funktion Zmax?

Mit eingeschalteter Funktion Zmax ON speichert das Gerät den höchsten Wert der Schleifenimpedanz innerhalb eines Stromkreises.
Dies erlaubt den schlechtesten Wert innerhalb eines Stromkreises zu bestimmen.
Sobald der Speicher gelöscht oder die Speicherzuordnung (Ebene a, b, c) geändert wird, wird der gespeicherte Maximalwert gelöscht.
Es gibt zwei Arten von Zmax-Werten: Zmax (L-PE) und ZI Zmax (L-N).
Die Auswahl der Schleifen-Messfunktion bestimmt, welcher Zmax-Wert verwendet wird:
1. Bei Schleife mit RCD/FI
– L-N: ZI Zmax wird verwendet
– L-PE: sowohl ZI Zmax als auch Zmax werden verwendet
2. Bei Schleife ohne RCD/FI
– L-N: ZI Zmax wird verwendet
– L-PE: Zmax wird verwendet


Ich kann bei der Schleifenimpendanzmessung nur noch zwischen L und N messen, aber nicht mehr zwischen L und PE. Woran kann das liegen?

Sie haben wahrscheinlich versehentlich den Modus zur Prüfung in IT-Systemen (IT-Netzen) aktiviert.
In diesem System ist der PE nicht mit der Energieversorgung verbunden, damit kann auch keine Schleifenimpendanzmessung durchgeführt werden. 

Um wieder zurück in den Modus zur Prüfung in TN/TT-Systemen zu wechseln gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Schalten Sie den Installationstester aus
  • Drücken und halten Sie in ausgeschaltetem Zustand die Taste F2 am Installationstester 
  • Halten Sie nun die Taste F2 gedrückt und schalten Sie währenddessen den Installationstester an
  • Sie sehen nun kurz „IT OFF“ im Display

 

 

 

 

 

 


Neuere Geräte haben eine zusätzliche Option für den IT-Modus, die auf Seite 3 der Handbuchergänzung beschrieben ist.
Sie erkennen diese neueren Geräte an dem gelben Aufdruck neben den Tasten “Auf/Ab-Pfeiltaste” und “Licht”.

  • Drücken Sie die Taste für die Hintergrundbeleuchtung 1 Sekunde lang, um den Status des IT-Modus anzuzeigen
  • Verwenden Sie die Auf-/Ab-Pfeiltaste, um den IT-Modus ein- oder auszuschalten

  

Sie sollten nun bei der Schleifenimpedanzmessung (mit und ohne RCD) wieder zwischen L-N und L-PE auswählen können

Daten Speichern Wie gehe ich vor?

Lorem ipsulum